Im Schatten der Derivate. Das schmutzige Geschäft der Finanzelite mit der Geldwäsche

Posted By: tot167
Im Schatten der Derivate. Das schmutzige Geschäft der Finanzelite mit der Geldwäsche

Wolfgang Hafner “Im Schatten der Derivate. Das schmutzige Geschäft der Finanzelite mit der Geldwäsche"
Eichborn | 2002-02-01 | ISBN: 3821816929 | 224 pages | PDF | 1,47 MB


Derivate waschen Blüten rein! Der Wirtschaftsjournalist Wolfgang Hafner zeigt mit seinem Buch Im Schatten der Derivate wie diese komplexen Konstruktionen der Börsenprofis zu kriminellen Zwecken missbraucht werden können. Ohne dass der Leser ein intimer Kenner dieser komplizierten Finanzkonstruktionen sein muss, illustriert Hafner anschaulich die unterschiedlichen Wirkungsweisen der Geldwäsche zum Beispiel mithilfe von Swaps oder Indexderivaten. Der Autor zeigt auf, wie sich die organisierte Kriminalität in die Broker-Häuser einnistet und wieso die Kontrollinstanzen oft auf beiden Augen blind sind. Dass sich diese Abgründe nicht nur im Ausland auftun, sondern vor der eigenen bundesdeutschen Haustür, zeigt Hafner am Beispiel der Bank of Commerce and Credit International (BCCI) auf, bei der im großen Stil nicht nur Kleinanleger betrogen wurden.
Auch der Problematik der Bilanzverschleierung in Japan ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Hier wird demonstriert, auf welch trickreiche Art die Großbanken japanischen Unternehmen mit "Leichen im Keller", also nicht realisierten Verlusten in der Bilanz bei der Manipulation halfen und welche Rolle die japanische Mafia, die Yakuza in diesem üblen Spiel einnimmt. Zum Schluss nimmt sich Wolfgang Hafner die Hedge Fonds vor. Hier wird ebenefalls mit realen Beispielen und Verweisen auf Fachliteratur ein erschreckend deutliches Bild dessen gezeichnet, was möglich ist, um diese populäre Anlagemöglichkeit auf kriminelle Art zu nutzen.
Fazit: Wer ein Buch über die kriminellen Machenschaften in der Hochfinanz sucht, das sich flüssig liest, landet hier einen Volltreffer. Allerdings sollte man die eine oder andere Erklärung nicht zu genau hinterfragen, denn dort tun sich einige Schwachstellen auf.





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