Electra - Die Sixtinische Madonna (Amiga 8 55 802) (GDR 1980) (Vinyl 24-96 & 16-44.1)

Posted By: luckburz
Electra - Die Sixtinische Madonna (Amiga 8 55 802) (GDR 1980) (Vinyl 24-96 & 16-44.1)

Electra - Die Sixtinische Madonna
FLAC | Artwork | 24Bit 96kHz: 806 MB | 16Bit 44.1kHz: 246 MB
Cat#: Amiga 8 55 802 | Country/Year: German Democratic Republic 1980
Genre: Progressive Rock | Hoster: Filesonic/Uploaded

MD5 [X] FFP [] CUE [] LOG [] INFO TEXT [X] ARTWORK [X]

webfind [] selfrip [X]

Electra - Die Sixtinische Madonna (Amiga 8 55 802) (GDR 1980) (Vinyl 24-96 & 16-44.1)


Electra - Die Sixtinische Madonna (Amiga 8 55 802) (GDR 1980) (Vinyl 24-96 & 16-44.1)


Electra - Die Sixtinische Madonna (Amiga 8 55 802) (GDR 1980) (Vinyl 24-96 & 16-44.1)






AMIGA was the state owned ("peoples owned") record label of the former GDR. Who wanted to release music had to compromise to the state policy and control. Nevertheless a lot of great music was produced there and this project aims to collect some of this to prevent it from falling into oblivion. This collection is of course subjectively and will never be complete. Anyway, i hope you will have some fun with it!

Part # 01: Barbara Thalheim - Kinder der Nacht
Part # 02: Klaus Renft Combo - Klaus Renft Combo
Part # 03: Klaus Renft Combo - Renft
Part # 04: Stefan Diestelmann Folk Blues Band - Stefan Diestelmann Folk Blues Band
Part # 05: Lift - Lift
Part # 06: Lift - Meeresfahrt
Part # 07: Lift - Spiegelbild
Part # 08: Lift - Nach Hause
Part # 09: Electra - Adaptionen
Part # 10: Stern-Combo Meissen - Weisses Gold
Part # 11: Stern Meissen - Stundenschlag
Part # 12: Prinzip - Der Steher
Part # 13: Karussell - Entweder Oder
Part # 14: Karussell - Schlaraffenberg
Part # 15: Petra Zieger & Band - Das Eis Taut
Part # 16: Gisela May - Singt Tucholsky


Info:

Electra – Die Sixtinische Madonna

Label: AMIGA
Catalog#: 8 55 802
Format: Vinyl, LP, Album
Country: German Democratic Republic (GDR)
Released: 1980
Genre: Rock
Style: Prog Rock

Tracklist:

Die Sixtinische Madonna (26:10)

A1 Part I Der Maler
A2 Part II Das Bild
B1 Part III Der Betrachter
B2 Scheidungstag 6:35
B3 Jahrmarkt 3:15
B4 Erinnerung 4:20

Credits:

Artwork By [Gestaltung] – Manfred Kempfer
Bass – Wolfgang Riedel
Composed By [Komposition], Arranged By [Arrangement] – Bernd Aust
Drums – Peter Ludewig
Guitar – Gisbert Koreng
Keyboards – Rainer Uebel
Lyrics By [Text] – Kurt Demmler
Other [Redaktion] – Klaus Peter Albrecht
Photography [Fotos] – Uli Pschewoschny
Saxophone, Flute, Cello – Bernd Aust
Synthesizer – Manuel Von Senden
Vocals – Bernd Aust, Gisbert Koreng, Manuel Von Senden, Peter Ludewig, Wolfgang Riedel

Notes:

VEB DEUTSCHE SCHALLPLATTEN BERLIN, DDR
Made in German Democratic Republic

Titelseite: Sixtinische Madonnna
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Alte Meister,
Reproduktion: Gerhardt Reinhold, VBK, Leipzig-Mölkau
Lithography und Druck: VEB Gotha-Druck
Ag 511/1/80 Verpackung nach TGL 10609
Aufnahmen: Rundfunk der DDR

Barcode and Other Identifiers:

Matrix Number (A-Side): E80 W NT
Matrix Number (B-Side): E80 W NT
Other (Rights Society): AWA

Discogs Url: http://www.discogs.com/Electra-Die-Sixtinische-Madonna/release/1332892


Electras "Sixtinische Madonna" ist kürzlich - zusammen auf einer CD mit den oben besprochenen "Adaptionen" - neu veröffentlicht worden. Während letztere allerdings rein instrumentalen "Klassikrock" boten, ist die "Madonna" ein pompöses Vokalwerk, geschrieben zum nationalen Jugendfestival der FDJ von 1979, dem Jahr, in dem die Band zudem ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Die Musik weist, insbesondere durch die Beteiligung eines Chors gewisse Ähnlichkeiten mit dem Bombast einiger Solowerke Rick Wakemans auf. Da die Gesamtlänge des Titelstücks allerdings nur gut 25 Minuten betrug, wurden für die LP-Veröffentlichung noch drei weitere Lieder auf Platte gepreßt, darunter der Single-Hit "Scheidungstag". Auf einer ersten CD-Edition von 1993 fand sich zudem der Bonustrack "Über Feuer", der auf der hier besprochenen Zusammenstellung fehlt.

Noch stärker als die "Adaptionen" bietet die "Sixtinische Madonna" Rock als kulturelle Mission: Titel und Thematik gehen auf das gleichnamige Bild Raffaels zurück, gemalt etwa 1513, dem wohl wertvollsten Besitz der Dresdner Gemäldegalerie. Zumindest ein Detail aus diesem berühmten Kunstwerk kennt noch der größte Banause: Die beiden sich auf den unteren Bildrand stützenden Engelchen, die es als Schaufensterdeko, Wäschedruck und Postermotiv mittlerweile zu penetranter Popularität gebracht haben. Raffaels jüngste Bestimmung ist es offenbar, fern jedes himmlischen Erbarmens dem ganz profanen Kommerz zu dienen. Demgegenüber hatten Electra vor zwanzig Jahren noch eine andere, gewissermaßen hochengagierte Gottlosigkeit im Sinn: Trieb man anderswo bisweilen den Teufel mit dem Beelzebub aus, so war man in Dresden darum bemüht, den lieben Gott mit der Muttergottes zu bekämpfen. Die Kernthese dabei:

"Kleinmut und Stolz / aus diesem Holz / schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott."

Dieser Ansicht kann man sein. In der kirchenfeindlichen DDR wurde daraus sogar ein Dogma. Konsequenterweise unterstellte Texter Kurt Demmler auch dem Maler Raffael, bei seiner Madonna in erster Linie an ein Mädel aus höchst irdischem Fleisch und Blut gedacht zu haben: "Aber war es nicht vor allem jene Frau, die in seinem Herzen war, irgendwo gewonnen, irgendwo gesehen, oder nichts als Sehnsucht gar?" Ob solch tollpatschige Rhetorik genügt, um die Sixtinische Madonna zum Pin-up-Girl des 16. Jahrhunderts umzustilisieren, mag jeder nach Gusto entscheiden, die Demmler-Folgerung ist jedenfalls eindeutig: "Jahwe hörte auf ein Geist vom Himmel her zu sein, wurde Geist des Menschen und ein Maler fing ihn ein."

Damit ist zugleich die turmtiefe Erkenntnis-platt-form für eine Fülle weiterer Einsichten geschaffen. Zunächst wird das Schicksal des Bildes zu Kriegszeiten angerissen. Dann kommt die Nutzanwendung für den modernen Betrachter. Und zwar erstens: "Wenn Du dahinhetzt, dann vergiss die Deine nicht." Denn zweitens: "Ah, ah herrliche Frau, es ist auch unsre Frau." Es gäbe noch genug andere Beispiele, um zu belegen, daß nicht die grundsätzliche Stoßrichtung der Texte, sondern ihre Ausführung im Detail das Album von Peinlichkeiten schier überlaufen läßt. Man watet, um die Bildersprache der Platte zu bemühen, gewissermaßen knietief darin. Kostprobe: "Tief in Dir(!), da fällst du auf die Knie, das ist sie ganz genau, das ist die Frau." Oder: "Wie sie schwebt, schwebt über Wolken daher, da geht der Papst in die Knie." Und der Hamster bohnert.

Die Musik fair zu behandeln ist schwer. Die Texte drängen sich so sehr in den Vordergrund, daß auch eine Jahrhundertkomposition dagegen kaum Chancen hätte. Das stark von einem bemühten Kunstanspruch geprägte Klangbild der "Sixtinischen Madonna" schafft auch kein wirkliches Gegengewicht zum Schwulst der Lyrics. Dennoch würde die Musik ohne die Texte - und möglichst auch unter Abzug des Chores - sicher einen weit weniger fatalen Eindruck hinterlassen. Sie entspricht einer eher melodiösen, sangbaren Richtung des Kulturrocks der 70er Jahre, sicher alles andere als "progressiv", doch keineswegs dilettantisch. Daß auf dieser Platte (die in den DDR-typischen, antikirchlichen "Der Mensch schuf sich Gott, die Erde, den Dom"-, "Uns hilft kein Gott"-Zusammenhang gehört) allerdings ein arg kirchenmusikalischer Ton angeschlagen wird, sorgt eher für unfreiwillige Komik als für überzeugende Feierlichkeit. Damit bleibt die "Sixtinische Madonna" weit hinter dem zurück, was - trotz ebenfalls nicht geringen Pathos - auf anderen DDR-Produktionen geleistet wurde, beispielsweise auf Lifts Meeresfahrt. Die drei dem Madonna-Track angehängten kürzeren Nummern vermögen daran nichts zu ändern. babyblaue prog-reviews


=Hardware=
Ultrasonic cleaned LP>
Shure M97xE>
Thorens TP 16 MK III Tonearm>
Thorens TD 126 MK III Turntable>
Handcrafted low capacitance custom cables, polyethylene insulated twinaxial conductors>
Kenwood C1 Custom Revision I>
- Phono Stage input and RIAA equalisation capacitors replaced by Styroflex and Polypropylen types resp.
- Electrolytic capacitors not mounted by manufacturer onto the RIAA stage power Supply refitted (Philips NOS types)
- All electrolytic capacitors in signal chain replaced by foil capacitors
- All old JRC OpAmps replaced by Burr Brown (Phono Stage) and Analog Devices OpAmps resp.>
Handcrafted low capacitance custom cables, polyethylene insulated twinaxial conductors>
Audiotrak Prodigy 7.1 HiFi w/ AD712 OpAmps @ 24/96>
HDD
=Software=
Adobe Audition 3.0
ClickRepair
Trader´s Little Helper (FLAC)
+16Bit Version:
Weiss Saracon 01.61-27
Dither: POWr3

Date of rip: 2011-06-23
Please keep the info sheet included if you share this!



This LP was quite worn, so please allow some noise, esp. in the silent parts.



Links:








If you have problems extracting the RAR files on your HD, please verify these checksums. If they do not match, redownload the not-matching part and try again.

(copy & paste to your editor and save as *.md5 in the folder where the RAR files are located)

16Bit

fbd19fb51d5f456e42e3f66eccd84846 *FHQA-El-DiSiMa-16B.rar


24Bit

12e2c9b312fbdf5c46dda277f4659f65 *FHQA-El-DiSiMa-24B.part1.rar
a3ae89cbc3f9d85db5ec40c47c2bfcfe *FHQA-El-DiSiMa-24B.part2.rar
c3f0e520520afefa179efe46e1f3d405 *FHQA-El-DiSiMa-24B.part3.rar
b597f0a8b421d2cba45a4ca88e2f2753 *FHQA-El-DiSiMa-24B.part4.rar






–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Analyzed folder: I:\=== VINYL RIPS ===\Electra\16Bit\
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
DR Peak RMS Filename
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

DR12 -0.93 dB -15.83 dB A1 - Der Maler.wav
DR12 -2.01 dB -17.51 dB A2 - Das Bild.wav
DR11 -1.83 dB -17.71 dB B1 - Der Betrachter.wav
DR12 -1.66 dB -16.34 dB B2 - Scheidungstag.wav
DR11 -2.46 dB -15.40 dB B3 - Jahrmarkt.wav
DR12 -2.88 dB -18.77 dB B4 - Erinnerung.wav
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Number of files: 6
Official DR value: DR12

==============================================================================================








Password:

finest-hq-audio



Check my blog for other lossless uploads:

http://www.avaxhome.ws/blogs/luckburz